Traum geplatzt! Aber 30 starke Minuten!

BASKET FLAMES – Swans Gmunden 84:95 (12:28, 37:54, 56:68)
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FLAMES: Vay 23, Alturban 16, Misangumukini 10, Soldo 10, Stadelmann 8, Memcic 8, Diesner 4, Rohrböck 3, Wonisch 2, Wrumnig, Lanator
Swans: Brummitt 25, Friedrich 17, Murati 14, Linortner 14, Murray 7, White 5, Blazan 5, Schartmüller 4, Draskovich 4, Diemer, Buchegger
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Ob vermessen oder nicht: Die FLAMES wollten dem Erstliga-Tabellenführer ein Bein stellen und mit dem ersten Final Four Einzug eines Zweitligisten seit dem Jahr 2000 Geschichte schreiben. Gescheitert ist man schließlich, weil man die Anfangsphase komplett verschlafen hat. Was danach passierte war jedoch aller Ehren wert. „Gmunden hat das erste Viertel klar dominiert und wir haben zu viele Fehler gemacht“, weiß auch Headcoach Franz Zderadicka. „Positiv für uns war aber, wie wir in den drei folgenden Vierteln reagiert und dem derzeit besten Team Österreichs einen Kampf auf Augenhöhe geliefert haben.“

Die Hausherren begannen das Spiel mit zwei Ballverlusten, die Gmunden gleich für eine 4:0 Führung nützte und die FLAMES zu einer Auszeit zwangen. Nach dem 5:5 Ausgleich durch Fabricio Vay glich das Spiel einer Einbahnstraße. Die FLAMES kamen mit der Physis der Oberösterreicher überhaupt nicht zu recht, fabrizierten einen Ballverlust nach dem anderen und sahen sich plötzlich mit einem 5:23 konfrontiert. Das erste Viertel ging schließlich mit 12:28 an die Schwäne. Danach legten die Hausherren die Nervosität ab. Max Misangumukini traf zwei Dreier und wenig später machte Dominik Alturban fünf Punkte in Folge, die den Rückstand auf 32:40 verkürzten. Gmunden hatte aber durch Brummit und Murati die richtige Antwort parat. Murray setzte einen krachenden Dunk hinterher und bis zur Pause betrug der Rückstand der FLAMES wieder 17 Punkte (37:54).

Nach dem Seitenwechsel funktionierte die Defense der Zderadicka-Truppe besser. Denis Soldo setzte sich vorne gut in Szene und auch Fuad Memcic kam besser ins Spiel. Doch Matthias Linortner blieb von der Dreierlinie eiskalt, weshalb die FLAMES bis zum Viertelende „nur“ auf 56:68 verkürzen konnte. Im Schlussabschnitt legten die Gäste mit einem 7:0 Run wieder vor. Nach dem 58:78 zeigten die FLAMES trotzdem noch einmal unbändigen Siegeswillen. Angeführt von Stadelmann und Alturban kämpfte sich die Zderadicka-Truppe immer näher. Torion Brummit sorgte für ein wenig Entlastung, doch dann legte Fabricio Vay noch einmal sechs Punkte in Folge auf und die Halle kochte. Der endgültige Turnaround wollte aber nicht mehr gelingen. Dazu lief den FLAMES einfach die Zeit davon. Die Schwäne spielten die Partie daher noch sicher nach Hause und stehen letztendlich verdient im Cup Final Four.

 

Veröffentlicht in:

14.02.2019