66:69 gegen Dornbirn! Aber Protest!

Nichts für schwache Nerven war das Spiel der Basket Flames gegen die Raiffeisen Dornbirn Lions. Nach offensiv starker erster Hälfte und tollem Kampf in der Defensive mussten sich die FLAMES mit 66:69 geschlagen geben. Dabei gab es am Ende einige Szenen die für ordentlich Gesprächsstoff sorgten. „Für mich ist wichtig, dass der Kampfgeist und die Defensive gestimmt haben. In der Offensive fehlt uns derzeit das letzte Bisschen, um solche knappen Spiele auch zu gewinnen“, resümierte Headcoach Franz Zderadicka. Für Max Hübner war das Ergebnis „sehr ärgerlich, weil wir jetzt zweimal in Folge so knapp verloren haben und uns das in der Tabelle sehr weh tut.“

Das Spiel begann ausgeglichen. Nach einer 15:13 Führung der Hausherren endete das Viertel allerdings mit einem 9:0 Run der Vorarlberger. Beim Stand von 22:30 fing Flames Kapitän Dominik Alturban Feuer und erzielte drei Dreier und auch Tobias Stadelmann zeigte sich treffsicher, während auf der Gegenseite Brajkovic und Ander Arruti versuchten dagegen zu halten. Pausenstand 39:40.

Nach dem Seitenwechsel wechselte der Charakter des Spiels. Es wurde eine Defensivschlacht, in der die Flames bis auf 50:44 stellen konnten. Ein 7:0 Run der Gäste brachte die Vorarlberger nach drei Vierteln wieder in Front. In Schlussabschnitt überschlugen sich die Ereignisse. Erst zogen die Löwen auf 53:61 davon. Dann nahm Christian Künstner das Herz in die Hand und nach vier Freiwürfen durch Alturban stand es nur mehr 64:67. Bei 1:50 auf der Uhr erfolgte vor Einwurf Flames ein Foulpfiff, der allerdings nicht mit einem unsportlichen Foul geahndet wurde. Dadurch legten die Flames nach dem Schlusspfiff Protest ein. Bei 1:30 mussten Künstner und Alturban vom Feld. Ersterer beging sein 5. Foul. Bei der Aktion fiel Ivica Dodig unglücklich auf den Knöchel von Alturban, der nicht mehr weitermachen konnte. In der Zwischenzeit verkürzte Jakob Wonisch auf 66:67. Arruti war zweimal von der Linie erfolgreich. Sekunden vor dem Ende traf Maximilian Hübner von der Dreierlinie zum vermeintlichen Ausgleich. Er wurde allerdings wegen eines Schrittfehlers zurückgepfiffen. Die Flames mussten foulen und Luka Brajkovic verwarf vier Sekunden vor dem Schluss gleich beide Freiwürfe. Der Rebound landete bei Lorenz Haas, der einen schwierigen Wurf aus neun Metern nur an den Ring setzen konnte. Somit gewannen die Lions ein hochinteressantes Spiel (vorerst) mit 66:69.

BASKET FLAMES 66:69 Raiffeisen Dornbirn Lions (15:22 / 39:40 / 50:51)

FLAMES: Alturban 18, Künstner 15, Stadelmann 12, Hübner 9, Wonisch 8, Haas 4, Misangumukini, Fuchs-Robetin, Rohrböck; Lanator

Dornbirn: Arruti 19, L. Brajkovic 18, I. Dodig 10, Atterbigler 8, Gmeiner 6, V. Dodig 3, Kevric 2, Buljubasic 2, F. Brajkovic 1; Jussel

 

Veröffentlicht in:

13.01.2018